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Ohne Gewähr auf Richtigkeit der Angaben und Erreichbarkeit der Hoster

RapidShare signalisiert Bereitschaft zu Zugeständnissen

Gut Wetter machen im Web

Der One-Click-Hoster RapidShare, nach eigenen Angaben eine der zwölf meistbesuchten Homepages der Welt, bemüht sich, bei Verlagen und Börsenverein gut Wetter zu machen. Seit Februar fordert der Branchenverband offiziell seine Mitgliedsverlage auf, gegen illegale Angebote urheberrechtlich geschützter Bücher auf den Plattformen des Unternehmens vorzugehen (mehr zum Hintergrund am Ende des Artikels). Jetzt denkt die Internetfirma mit Sitz in der Schweiz öffentlich darüber nach, einen eigenen Shop mit legalen Inhalten einzurichten.

Sehr weit gediehen sind die Pläne allerdings noch nicht. Das Unternehmen prüfe derzeit verschiedene Modelle, erklärt eine Sprecherin auf Anfrage von buchreport. Eines davon: Wenn sich in Zukunft ein Rechteinhaber beschwert, dass bei RapidShare illegal ein urheberrechtlich geschütztes Werk angeboten wird, könnte das Unternehmen den Link zu einem Kaufangebot des Rechteinhabers auf der Plattform RapidTainment umleiten.

Über dieses und andere Modelle werde derzeit mit verschiedenen Unternehmen der Kreativindustrie verhandelt, heißt es von RapidShare. Das Pfund, mit dem der Austauschdienst in diesen Gesprächen wuchert, sind seine enormen Zugriffszahlen: Über seinen Inhalte-Shop RapidTainment könnten „potenziell bis zu 40 Mio Menschen am Tag“ erreicht werden.

Allerdings: Besonders ausgereift ist das Friedensangebot des Unternehmens noch nicht, obwohl unter anderem Musikproduzenten seit Monaten gegen illegale Angebote bei RapidShare vorgehen. Die Plattform RapidTainment ist zwar bereits eingerichtet, bisher aber nur mit Videospielen bestückt. Einen konkreten Termin, wann daraus ein Inhalte-Shop werden könnte, gibt es nach Auskunft des Unternehmens nicht.

Hintergrund: Börsenverein vs. RapidShare

* Im Februar hat der Börsenverein seine Mitglieder offiziell aufgerufen, gerichtlich gegen RapidShare vorzugehen. Ziel: Der One-Click-Hoster soll gezwungen werden, Titel dauerhaft von seiner Plattform zu entfernen.
* In Musterverfahren haben im Februar die Verlage Campus und De Gruyter entsprechende einstweilige Verfügungen beim Landgericht Hamburg erwirkt.
* Nach Angaben der Rechtsabteilung des Börsenvereins sind bis dato für 160 Buchtitel solche Verfügungen erlassen worden. Angestrebt wird, innerhalb von zwei Jahren mindestens 1000 Titel dauerhaft von den RapidShare-Plattformen entfernen zu lassen.
* Der Börsenverein reagiert reserviert auf die Ankündigung von RapidShare, einen Inhalte-Shop einzurichten. Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis gegenüber buchreport: „Unsere Maßnahmen scheinen ein Umdenken in Gang gesetzt zu haben. Generell begrüßen wir es deshalb auch, wenn RapidShare den Weg in die Legalität geht. Wir werden uns das neue Geschäftsmodell genau anschauen. Zunächst wird sich an unserer Vorgehensweise allerdings nichts ändern.“



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